Holzschutzmittel im Wohnraum

Holzschutzmittel im Wohnraum oder an Möbeln

Sollte ich Holzschutzmittel im Wohnraum einsetzen oder an Möbeln verwenden?

Wenn Möbel, Kunstobjekte oder Holzbauteile in Wohnräumen durch holzzerstörende Insekten („Holzwurm“) befallen sind, stellt sich die Frage nach wirksamen Gegenmaßnahmen. Viele Betroffene besorgen sich im Baumarkt ein Holzschutzmittel, streichen die befallenen Hölzer damit ein und Injizieren es in die Schlupflöcher. Derartige Maßnahmen bleiben dann ohne den erwünschten Erfolg – wieder wird Fraßmehl festgestellt, neue Schlupflöcher entstehen, die Holzzerstörung setzt sich fort.

Warum ist dies so?

Damit die Larven holzzerstörender Insekten durch ein Holzschutzmittel abgetötet werden, müssen sie den Wirkstoff aufnehmen. Das ist technisch gar nicht so einfach! Beim Einstreichen dringt das Mittel so gut wie nicht ein. Die Larve aber frisst im Holz und meidet die Oberfläche. Auch beim Injizieren verteilt sich die Flüssigkeit kaum. Der Zellenaufbau der Holzstruktur verhindert dies. Das Schlupfloch, das für die Injektion genutzt wird, entstand zudem erst durch den Schlupf eines Käfers und hat deshalb keinen Bezug zum gegenwärtigen Befallsgeschehen. Es ist also mehr oder weniger Zufall, mit dem Wirkstoff eine Larve zu erreichen. Im günstigen Fall wird man den Befall also ein wenig eindämmen, mit Sicherheit aber nicht insgesamt tilgen.

Sind im Baumarkt verkäufliche Holzschutzmittel überhaupt wirksam?

Ein wirksames Holzschutzmittel muss Biozide enthalten. Biozide, die Holzschädlinge abtöten, können aber auch den menschlichen Organismus schädigen. Die Gefahrstoffverordnung regelt daher, dass hoch wirksame Holzschutzmittel nur von sachkundigen Fachleuten verwendet werden dürfen. Diese Mittel sind geprüft und zugelassen – aber nicht im Baumarkt erhältlich! Sie dürfen aus Gründen des Gesundheitsschutzes auch nicht in Wohnräumen angewendet werden. Frei verkäufliche Holzschutzmittel hingegen brauchen hinsichtlich Ihrer Wirksamkeit nicht geprüft zu sein. Sie enthalten dann aber auch keine gefahrstoffrechtlich relevanten Wirkstoffmengen.

  • Möchte ich, dass in meinem Möbelstück für immer eine toxische Chemikalie enthalten ist?
  • Möchte ich in einer Umgebung wohnen, in der ich in Kontakt mit behandelten Holzoberflächen komme oder biozide Wirkstoffe aus diesen ausgasen?
  • Reagiert das Mittel unter Umständen mit dem Anstrich bzw. der Farbfassung des Objekts?

Dies sind einige Fragen, die man sich stellen sollte, bevor man zu einem Holzschutzmittel greift.

Es gibt eine umweltfreundlichere und biozidfreie Alternative um einen Befall durch holzzerstörende Insekten an Möbeln zu bekämpfen. Das Stickstoffverfahren wirkt durch Sauerstoffentzug und garantiert die restlose Tilgung eines Befalls.

DDT als Holzschutzmittel

Das Insektizid DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) war Hauptbestandteil in der DDR jahrzehntelang gebräuchlicher, teilweise bis Anfang der 1990er Jahre eingesetzter Holzschutzmittel (z.B. „Hylotox“). Weitere Wirkstoffkomponenten waren PCP (Pentachlorphenol) und Lindan, die auch in Westdeutschland massenhaft eingesetzt wurden. Hohe Konzentrationen sind heute vor allem in Dachstühlen nachweisbar, sowohl in öffentlichen Bauten und Kirchen, als auch in zahlreichen Wohngebäuden. Anwendungsbedingt, die Mittel wurden durch Spritzen oder Streichen aufgebracht, liegen die höchsten Wirkstoffkonzentrationen im oberflächennahen Bereich der behandelten Bauteile vor. Die schwerflüchtigen organischen Verbindungen besitzen einen niedrigen Dampfdruck und haben eine hohe Tendenz zur Adsorption an Oberflächen. Das bedeutet, dass die Wirkstoffe auch Jahrzehnte nach der eigentlichen Holzschutzmittelbehandlung langsam ausgasen, sich an Staubpartikel in der Raumluft binden und an umliegenden Oberflächen anlagern (sog. Sekundärkontamination). DDT, PCP und Lindan werden nach heutigen medizinischen Erkenntnissen den KMR-Stoffen (krebserzeugend, mutagen, reproduktionstoxisch) zugeordnet. Die Gesundheitsgefährdung des Menschen ergibt sich aus der Möglichkeit des Einatmens bzw. Verschluckens kontaminierten Staubs, in geringerem Maße auch durch Aufnahme über die Haut.

Sachverständiger

Geprüfter Sachverständiger für Holzschutz

Mikrowellenverfahren

kleine Wellen, große Wirkung

Stickstoffbehandlung

100% wirksam durch Sauerstoffentzug