Wie erkenne ich einen aktiven Befall durch holzzerstörende Insekten („Holzwurmbefall“)?

In der Tat tut sich selbst der erfahrene Holzschutzsachverständige schwer mit einer zweifelsfreien Aussage. In der Mehrzahl der Fälle ist zwar ein Schadbild am Holz vorhanden, z.B. die Schlupflöcher der Käfer oder Festigkeitsverluste infolge des Larvenfraßes. Aber es liegen keine sicheren Anzeichen für anhaltende Befallsaktivität vor. Ist der Befall vielleicht bereits seit Jahren oder Jahrzehnten abgestorben?

Fraßmehlablagerungen, das häufigste Alarmsignal für aufmerksame Fachwerkhausbesitzer, Möbelliebhaber oder Kunstsammler, sind für den seriösen Gutachter noch kein Beweis für einen Lebendbefall. Die Gänge der Larven sind beim Holzwurmbefall immer mit Nagespänen und Kotpartikeln gefüllt. Dieses sogenannte Fraß- oder Bohrmehl kann infolge von Erschütterungen oder nach jahreszeitlichen Feuchteänderungen des Substrats herausrieseln. Außerdem ist es natürlich so, dass die Insektenlarven innerhalb des Querschnitts fressen und in der Regel kein Fraßmehl aktiv nach draußen schieben.

Aber nicht nur die Kenntnis der Biologie des jeweiligen Schadinsekts ist wichtig, man braucht auch ein wenig Zeit zur Beobachtung. Sinnvoll ist eine Monitoringmaßnahme, die eine oder mehrere Schlupfperioden des Zielinsekts umfasst. Dabei bedient sich der Sachverständige bestimmter Hilfsmittel, z.B. der Abklebung von Verdachtsflächen – beim Schlüpfen der Käfer entsteht ein charakteristisches Loch.

Ein Lebendbefall durch holzzerstörende Insekten ist zweifelsfrei nachweisbar durch:

  • Funde lebender/toter Vollinsekten (Käfer) oder deren Antagonisten (Fressfeinde)
  • Funde von Larven oder Puppen des Schadinsekts oder eines Antagonisten im Holz
  • Fraßgeräusche (nur Hausbock)

Sachverständiger

Geprüfter Sachverständiger für Holzschutz

Mikrowellenverfahren

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