Schadenspotential durch Holzwurm

Schadenspotential durch Holzwurm

Wie stark zerstört der Gewöhnliche Nagekäfer („Holzwurm“) das Holz?

Kleine, runde Löcher von 1 – 2mm Durchmesser in Holzoberflächen sind meistens die Folge eines Befalls durch den Gewöhnlichen oder Gemeinen Nagekäfer („Anobium punctatum“), dessen Larven sich von der Holzsubstanz ernähren. Obwohl diese Larven nur maximal 7mm groß sind, kann der Befall zur vollständigen Zerstörung des Holzes führen. Zum einen liegt dies daran, dass die Entwicklung im Holz mehrere Jahre dauert, in denen die Larven nahezu ständig fressen, bis sie schließlich das Puppenstadium erreichen. Zum anderen sind die dann schlüpfenden Käfer sehr ortstreu und legen neue Eier vorzugsweise genau an dem Holz ab, aus dem sie geschlüpft sind. Sind die klimatischen Umgebungsbedingungen günstig, sodass die Holzfeuchte oberhalb von 10 – 12% liegt, ist es unwahrscheinlich, dass der Befall von selbst erlischt. Es folgt Generation auf Generation. 

Die Anzahl der Schlupflöcher erhöht sich mit den Jahren. Jedes Loch steht für mindestens einen geschlüpften Käfer. Der unter der Oberfläche liegende Holzquerschnitt ist dann von Fraßgängen durchzogen. Das Holz verliert seine Festigkeit und die Oberfläche wird stoß- und druckempfindlich. Trotzdem findet man auch in bereits stark zerstörten Hölzern immer noch Larven. Bei Möbeln und Kunstgegenständen kommt es vor, dass lediglich die Farbfassung die nahezu pulverisierte Holzsubstanz zusammenhält. 

Tragfähigkeitsrelevante Schäden durch Nagekäfer am Bauholz sind seltener. Der mögliche Schädigungsgrad ist auch stark abhängig von der Holzart. Das Kernholz der Kiefer, Lärche oder Eiche besitzt eine natürliche Dauerhaftigkeit gegen den Angriff der bei uns heimischen Insektenarten. Splintholzanteile und viele Laubhölzer stellen aber immer eine Nahrungsquelle dar.

Sachverständiger

Geprüfter Sachverständiger für Holzschutz

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